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April 3rd, 2009

Wieso eigentlich gibt es grosse T-Shirts ausschliesslich mit bescheuerten Aufdruecken, in denen zwangslaeufig die Worte “Atheltics” und “Sport” drin vorkommen muessen. Ist das noch nie jemandem aufgefallen, dass das irgendwie bescheuert aussieht, wenn man ein T-Shirt in Groesse 7XL traegt (nein, nicht ich, gestern gesehen bei Target) , dass fuer einen fiktiven Marathon, Sportfest oder sonstwas wirbt? Oder soll damit versucht werden, wenigstens ein bisschen sportlich zu wirken, in dem man so tut, als haette man sowas frueher man gemacht (deshalb auch oft Vintage Shirts). Finde ich bloed. Wirkt einfach nur bescheuert.

Hab trotzdem so ein Shirt gekauft, gab ja nichts anderes. Ausserdem eine kurze Hose (die sogar nicht aus dem “MrBig”-Shop kommt!) und eine lange, duenne Sommerhoste. Habe auf der Exkursionfestgestellt, dass es irgendwie bloed ist, wenn man bei 30 Grad immer in Jeans rumlaufen muss, wenn man lange Hosen tragen muss. Deshalb jetzt eine duenne lange Hose.

Habe also meine Kleideranzahl wieder ausgeglichen. Bisher weggeschmissen:

- ein lange duenne Jeans (schwarz) [war aufgerissen]

- meine geliebte kurze Strandhose [aufgerieben featerte sie jetzt ein grosses Loch]

- meine neueste kurze Hose (hell), war die erste die mich verliess. Da haben sich nacheinander quasi alle Naehte geloest. Nicht toll. Da sah ich keine Rettung mehr, deshalb musste die Hose leider auch geben. Obwohlg die sosnt wirklich toll war.

Jetzt muesste ich also nur noch eine duenne, schwarze Jens kaufen. Aber das mache ich dann in Deutschland.

Öfter mal was neues

April 1st, 2009

Ich hab ja schon viele Nächte in Hostels geschlafen, aber das war mal neu:

Nachdem ich gestern Abend in der Spätvorstellung im Kino war (Duplicity), bin ich noch 2 Stunden ins Internet gegangen, um die gestrigen Berichte zu schreiben. Das Internet war gestern kostenlos, weil das YHA grade umgebaut wurde und den Provider wechselt und so.

Jedenfalls wollte ich dann um Viertel vor 2 Uhr ins Bett, komme ins Zimmer und stelle fest, dass alle Betten belegt sind. Inklusive meinem. Nicht nett.

Was macht man in so einem Fall? Ich bin zur Rezeption gegangen und gefragt, was die normalerweise in so einem Fall machen. Kurze Zeit später ist der Rezeptionist dann mit Namensliste mit hochgekommen, hat alle aufgeweckt um den rauszufinden, der offensichtlich nicht ins Zimmer gehört. Hat etwas gedauert, diese besoffenen Iren zu wecken.

Derjenige, der dann nicht hier hin gehörte wurde aus dem Hostel gekickt. Dummerweise war das aber nicht derjenige, der in meinem Bett lag. War alles estwas großes Durcheinander. Weil ich aber nicht das ganze Zimmer “Bettchen-wechsel-dich” spielen lassen wollte, es aber auch keine frische Bettwäsche mehr gab, hab ich mir dann mein Travelsheet geschnappt und im Bett von irgendwem anders geschlafen. Komische Leute das.

Heute Mittag hab ich mir dann mal “mein” Bett wieder gesichert (der, der da heute nacht drin geschlafen hat, will sein richtiges Bett auch wieder haben…) und bin mal gespannt, ob ich es diese Nacht auch bekomme, ohne eine schlafende Person von meinem Schlafanzug rollen zu müssen.

Gesehene Filme III

März 31st, 2009

Hat jemand den Film Australia gesehen? Dort gibt es eine Massen-Szene in einem Kino in Darwin, wo das ganze Dorf einen Film guckt. Diese Kino steht eigentlich nicht in Darwin sondern in Broome, und dort wurde auch gefilmt. Es ist ausserdem der/die/das aelteste “Picture Garden” (ich finde das Wort einfach toll!) der Welt und feierst demnaechst 100. Geburtstag. Ohne das am Gebaeude irgendwas geaendert wurde. Dies ist wirklich eines der schoensten Kinos, das ich je gesehen habe.

Der Zuaschauerraum ist halb ueberdacht. Unter dem Dach stehen Sofas und Deckchairs, in der nicht ueberdachten Haelfte sitzt man in Deckchairs (also Liegestuehlen) und schaut auf eine Riesenleinwand, die mitten in einem rosenbeet steht. Das ganze sieht original aus wie aus dem 1920er Jahren (weil es das auch ist) und wird immer wieder liebevoll saniert. Es gibt wirklich keinen besseren Platz um Filme zu schauen. Besonders nicht in diesem Klima wie in Broome.

Im Eingangsbereich stehen alte Filmprojektoren rum, es gibt viele alte Photographien und es ist einfach toll, alles hat einen klassischen Charakter. Und ich Idiot habe meine Kamera vergessen! Mist.

Nachdem sich dann nach 20 Minuten die Begeisterung ein wenig gelegt hatte (zum Glueck waren wir 7 Leute frueh genug da - es gibt jeden Tag nach Sonnenuntergang einen anderen Film) begann der Film.

The Changeling

Ein wirklich guter (und sogar ernsthafter!) Film, in dem Angelina Jolie in den 1020er Jahren (passend zum Kino) eine Mutter spielt, deren Kind verschwindet, die nach 2 Monaten “ihren” Sohn wiederbekommt, aber feststellt, dass das gar nicht ihr Kind ist. Die Polizei glaubt ihr nicht und will sie uzm Schweigen bringen, dagegen kaempft sie fast einsam an und hofft immer, dass ihr Sohn doch noch wieder auftaucht. Dazu gibt es ein paar erschuetternde Geschichten und Wendungen, schliesslich ist es ein Film nach einer wahren Begebenheit.

Ein wirklich guter (und langer: 2,5 Stunden!) Film, den ich nur empfehlen kann. Nicht der Hollywood-Mist, den ich sonst gerne gucke…

Und falls ihr mal nach Broome kommt: Geht unbedingt in die Picutre Gardens. Ein Film kostet zwar 16 A$, aber das ist es absolut wert, jeden einzelnen Cent! Sowas gibt es glaub ich so nicht noch einmal.

10 Tage Perth -> Broome und zurueck: Awesome! (1)

März 31st, 2009

Ganz ehrlich: Ich habe im Moment keine Ahnung, wie ich diese Tour zusamenfassen soll. Ich glaube, ich brauche da noch ein paar Tage, bis mir was gescheites einfaellt.

Nur soviel: Offensichtlich bin ich wieder in Perth angekommen. Nach mehr als 3.000 Kilometern in 2,5 Tagen, ohne Bett und Dusche. Geschlafen wurde im Truck (kein Bus!) und jeder Baum ist eine Toilette. Gefahren wurde einfach so lange, bis Paul (oder Meat Loaf, wie er genannt wird, also unser Tourguide) nicht mehr kann. Wobei das wort unser eigentlich zu viel ist. Genaugenommen war ich auf dem Weg von Broome nach Perth der einzige Passagier im Truck. Drei Tage nur Meat Loaf und ich - sehr lustig. :)

Von Perth bis Exmouth waren wir allerdings 15 Personen, ab da haben wir noch eine Englaenderin aufgegabelt und die restlichen 5 Tage bis nach Broome mitgenommen. Die Gruppe war sehr gut, auch wenn von 16 Leuten 7 Deutsch waren.

Die Tour war ausserordentlich toll und ihr Geld absolut wert. Wir haben so viel gesehen, dass ich wahrscheinlich die Haelfte schon wieder vergessen habe und mich erst mit Fotos wieder dran erinnern muss (davon gibt es uebrigens weit ueber 600 Stueck). Es war ja wirklich alles dabei, von den seltsam in der Gegend herumstehenden Pinnacles (bitte selbst googlen, wer es nicht kennt), ueber Shark Bay bis Monkey Mia und der Delphinfuetterung. weiter nach Coral Bay wo wir mit Manta Rays und Schildkroetengeschnorchelt sind. Danach ging es weg von der Kueste rein ins Outback und in den Karijini National Park.

Eine total andere Welt, ueberaschend gruen. vielleicht nicht ganz so ueberraschend, wenn man bedenkt, dass die Regenzeit grade zu Ende ist und der Schlamm grade trocknet. Wir haben alle Gorges (ich wuerde sie Canons nennen) besichtigt, was teilweise extrem waghalsige Klettermanoever in und an Felswaenden bedeutete. Da heissen die Abschnitte schon “Handrail” und “Spider Walk” (ich mag den australischen Hang, alles sehr plastisch zu benennen, man weiss gleich, woran man ist) - ihr duerft euch jetzt selbst ausmalen, wie man da klettern muss.
Schlafen natuerlich nicht in Hostels oder Betten (gibt es beides nicht) sondern in Swags unter klarem Outback-Sternen-Himmel.

Nach 3 tollen Tagen in Karijini gibg es weiter nach Port Hedland und Broome. Letzteres ist auf jeder Australienkarte drauf, hat aber sage und schreibe 6.000 Einwohner. Trotzdem die groesste “Stadt” im Umkreis von etwa 2.000 Kilometern. Ehrlich.

Soweit erstmal dazu in Kuerze. Mehr gibt es, wenn ich mir die Zeit nehme, Bilder hochzuladen.

Aber: Diese Tour hat Opfer gefordert!

1.) Meine ehemals schwarzen Sandalen haben jetzt einen edlen Rot-Bronze-Schimmer. Macht sie bestimmt zu einem Unikat.

2.) Meine ueber alles geliebte etwa 8 Jahre alte Strandhose, die mit den Seesternen drauf, die schon von mindestens zwei mir nahestehenden Personen weggeorfen werden sollte. Bisher konnte ich sie immer retten, jetzt nicht mehr. Zum einen war sie rot verfaerbt, diesen Staub kriegt man nicht mal mit Waschen richtig raus, erst recht nicht mit den bloeden australsichen Waschmaschinen, die nur kalt waschen. Zum anderen hat sie ein fettes Loch an einer Stelle bekommen, wo sicherlich keins sein soll.
Das macht jetzt insgesamt eine lange Hose und zwei kurze hosen, die ich in den letzten 2 Monaten weggeschmissen habe. Ich werde die Woche mal einkaufen gehen.

3.) Irgendwas hatte ich noch, faellt mir jetzt grad nicht mehr ein. Mist.

Insgesamt habe ich also seitdem ich vor 3 Wochen in Australien angekommen bin knapp an die 10.000 Kilometer zurueck gelegt. Wirklich wahr. Ich flieg trotzdem lieber nach Hause statt zu fahren… ;-)

Gesehene Filme II

März 17th, 2009

New in Town

Renee Zellwegger muss ihr tolles Leben in Miami verlassen und im tief verschneitem Minnesota eine Backwarenfabrik uebernehmen. Mit dem Leben dort (in einer Stadt namens New Ulm mit scheinbar vielen gottesfuerchtigen Deutschen Auswanderern) kommt sie so gar nicht zu Recht. Nach einigem Hin und Her schafft sie es, sich dort einzuleben und wird bei den Leuten beliebt. Just in dem Moment beschliesst ihr Boss, die Fabrik ganz dicht zu machen.
Aus der Not heraus entwickelt sie einen Plan und versucht so die Fabrik und das Kaff New Ulm zu retten…

Ich habe sogar gleich 2 Entschuldigungen, wieso ich diesen Film gesehen habe:

1. Es hat heute geregnet und ich brauchte eine Indoorbeschaeftigung

2. Es ist Dienstag und dann kosten alle Tickets nur 10 A$. :-)

3. Ich haette ja auch lieber “The International” geguckt, aber der kommt nur morgens um 10 Uhr -  und da bin ich mit Muehe grade aufgestanden…

So, morgen geht es frueh um 7 Uhr los auf Tour nach Broome - mal sehen, ob ich unterwegs dazo komme, was zu schreiben…

Cottesloe

März 16th, 2009

Wie gestern angekuendigt war ich heute mit dem Zug unterwegs und habe den Strand von Cottesloe besucht (liebevoll von den Einheimischen auch “Cott” genannt). Die S-Bahn haelt zwei Blocks entfernt, man folgt einem ausgeschildertem Weg zum Strand (an Wochenende und Feiertagen nimmt einem diesen Fussweg natuerlich ein kostenlsoser Busshuttle ab!), laeuft einen Berg hoch und wieder runter und ist nach knapp 10 Minuten am Strand.

Der Strand ist aber nicht einfach nur ein Strand, sondern Schauplatz der “Sculpture by the Sea”-Ausstellung, die dort noch bis naechste Woche stattfindet. Nicht wie ich irrtuemlich annahm, aus Sand, sondern aus allem, was dem Kuenstler grad einfiel. Waren ein paar sehr interessante Sachen dabei und auf der Reuckfahrt hatte ich am Bahnhof eine Diskussion mit einem Herren darueber, ob die 4 Strohhuetten mit Tueren (aber ohne Waende!) auch zur Ausstellung gehoerten oder nicht. Er meinte ja, man haette nur die Plaketten extra weggelassen, damit man drueber nachdenkt. Aber gut, der Herr hatte auch das Programmheft gelesen, ich nicht…

Der Strand von Cottesloe ist ansonsten sehr schoen und extrem sandig. Und natuerlich ausserordentlich gut gepflegt. Nirgendwo auch nur ein Schnipsel Papier. Dafuer viele badende Menschen und ich. Ich hab es mir mit meinem Buchneuerwerbungen und einem Handtuch auf dem Sand bequem gemacht und versucht, meine Bauarbeiterbraeune etwas auszugleichen. Bisher sind naemlich hauptsaechlich meine Unterarme sehr dunkel, der Rest halt eher wenig.

Inzwischen halte ich mich sogar an “Slip. Slop. Slap.” - eine Regel, die in Australien jeder ab 3 Jahren eingeblaeut bekommt und die besagt: “slip on a shirt, slop on sunscreen, and slap on a hat“. Wirklich wahr. Seitdem es seit einigen Jahrzehnten auch verdamt viele Hautkrebsfaelle gibt, halten sich die meisten Einheimischen auch daran, die bleoden Touristen natuerlich weniger. Aber die leben ja auch nicht immer hier unter dieser extremen Sonne.
Ich hab mich also eingecremt, mein T-Shirt nur fuer begrenzte Zeit ausgezogen und trage oft meinen Hut, den ich zufaellig beim Packen im Koffer gefunden habe. Woher kommt der eigentlich? Wer hat mir den geschenkt? Ich bezweifle einfach mal, dass ich den selbst gekauft habe. Aber hier kommt man sich mit Hut nicht bloed vor, weil viele Caps tragen, oder gleich moeglichst breitkrempige Huete. Also alles gut. Bisher bin ich auch noch nicht wirklich verbrannt. ;-)

Gelesene Buecher VI

März 16th, 2009

Clive Cussler - “Cyclops”

Ein ganz normales Cussler Fantasy/Adventurebuch mit Dirk Pitt in der Hauptrolle. Davon gibt es uebrigens genau 19. Und die anderen 10 haben zwar andere Hauptcharaktere, sind aber sonst gleich, der Mann kann halt nichts anderes. Aber was er kann, kann er richtig.

Wie immer kaempft Dirk Pitt quasi allein gegen das boese (mit Vorliebe Russen und geheime boese Zirkel) muesste eigentlich mindestens drei Mal sicher tot sein und rettet trotzdem die Erde. Eine Mischung aus James Bond, Indiana Jones und Marinegeschichte. Ich finds es toll zu lesen.

Jetzt kommt der Punkt, an dem ihr mich gerne fuer bescheuert erklaeren koennt: Ich habe heute Borders leer gekauft. 5 Buecher gehoeren jetzt mir (3 Mal Clive Cussler und zwei andere Thriller, die gut sein sollen, behauptet der Aufdruck) , gegen die Ueberlassung von 104,94 A$ - ich will gar nicht genau wissen, wie viel das in Euro ist. Zu viel jedenfalls, um die Buehcer hinterher wegzuschmeissen, weshalb ich beschlossen habe, dass ich alle 7 Buecher, die sich momentan auf meinem Locker stapeln nach Hause schicken werde, damit sie mein Buecherregal dort fuellen. Crazy me.

Kings Park | Parks | Krieg?

März 15th, 2009

Ich bin ja ein Mensch, der durchaus einfach zufrieden zu stellen ist.
- Stellt mich in einen grossen Supermark (z.B. Woolworths oder Coles, Albertsons oder Publix - funktioniert aber leider nur bedingt mit deutschen Supermaerkten!) und ich kann mich super mindestens eine Stunde zwischen den Regalen austoben und gucken was es tolles gibt. Beispielsweise Joghurt mit Kaesekuchengeschmack. Den hab ich letzte Woche wiederentdeckt und gleich gekauft. Schmeckt immer noch nach Kaesekuchen, auch wenn ich nicht recht akzeptieren will, das Joghurt nach Kaesekuchen schmeckt (inklusive knusprigen Boden in fluessiger Form). Aber gut, trotzdem ein must buy fuer mich. Jeden Tage gehe ich einkaufen, nicht weil ich es muesste, sondern weil sich in den riesigen Regalen so tolle Dinge verstecken, die alle entdeckt werden wollen (ausserdem baut “mein” Woolies grade um und sieht jeden Tag anders aus - ein weiterer Grund, jeden Tag zu kommen).
- Auch sehr toll: Der Bahnuebergang neben dem Hostel. Da stand ich letzte Woche 20 Minuten begeistert daneben und habe beobachtet, wie sich nicht nur die Schranken schlossen, sondern zusaetztlich auch ein Tor am Personenuebergang auf und zu ging. Beeindruckende Technik, die mich begeistert. Und in den 20 Minuten kamen immerhin 8 Zuege. Ich konnte mir also den Spass machen und mich zwischen den 6 Gleisten einsperren lassen und sonstige Scherze. Ich hatte wirklich Spass…irgendwie bin ich doch nur ein grosses Kind manchmal.
- Gebt mir eine grosse, gepflegte Parkanlage und ich bin die naechsten zwei Stunden gluecklich. Habe ich heute erst wieder ausprobiert. Ich bin in den Kings Park gelaufen. Der liegt am anderen der Stadt und dorthin bin etwa eine Stunde gelaufen, allerdings mit kurzen Stopps zwischendurch. Erstaunlich wie gruen man selbst eine Autobahn erscheinen lassen kann… Auf dem Weg hatte ich die Gelegenheit, aus jedem moeglichem Blickwinkel einen Blick auf die Skyline zu werfen und Fotos zu machen. Interessanterweise beginnt auch direkt hinter dem CBD ein gehobenes Wohnviertel mit wirklich sehr exklusiven Blick auf den Swan River (der geneigte Leser mag sich erinnern, dass der der Fluss ist, an dem Perth liegt). Sah teuer aus dort. Und direkt im Anschluss daran gelangt man in den Kings Park inklusive der Botanical Gardens (letztere habe ich leider erst zu spaet entdeckt, muss ich wohl nochmnal los).

Der Kings Park liegt auf einem Huegel und ueberblickt den Swan River und die Stadt. Da heute Sonntag istk, war entsprechend viel los; ueberall liegen Menschen auf dem extrem akurat geschnittenem Gras, Familien rollen Kinderwagen die Gegend und hier und da wird gepicknickt. Alles in einer extrem gepflegten, gruenen Umgebung. Mir gefaellt sowas ja sehr, besonders in Australien, wo alles so aussieht, als es grade erst gestern eroeffnet oder fertig worden (meistens ist es das auch). Ich habe mich also auf mein Handtuch geflaezt und ein Buch rausgeholt, die grade gekaufte anderthalb Liter Flasche Wasser (siehe oben) danebengestellt und mich anderthalb Stunden hingelegt, Leute angeguckt und gelesen. Sehr toll das. Nachdem ich dann um halb 6 beschloss, es waere Zeit einen Weg nach Hause/zum Hostel zu finden, der komplett anders ist als der Hinweg, stellte ich fest, dass hinter dem Kings Park die Botanical Gardens beginnen. Hier wird native australsiche Flora “ausgestellt” und erklaert, nach verschiedenen Regionen sortiert. Leider hatte ich keine Zeit mehr dafuer, also werde ich mich nochmal auf den Weg auf dem Berg machen und mir das genauer ansehen, genug Zeit habe ich ja.

Eine weitere (wiederholte) interessante Feststellung: Australier stehen total auf Krieg. Vor allem auf den ersten Weltkrieg.  Ueberall in allen oeffentlichen Parks in Australien wimmelt es nur so vor War Memorials. Jedes einzelne Batallion wird seperat geehrt, jeder Soldat mit Namen erwaehnt, wenn er nur ein Gewehr halten konnte und dabei gestorben ist. Besonders kurios: Auf dem Weg runter zum Fluss begleiteten mich alle 50 Meter Hinweisschilder, die in exaktem Masstab einen Pfad in Indonesien wiedergeben. Jede der Tafeln erklaert, wo man sich agrade auf diesem Pfad befinden wuerde, wenn man in Indonesionen und nicht in Perth waere, und warum dieserOrt so wichtig fuer die ANZAC Truppen war und welche Kaempfe genau da mit welchen Verlusten stattgefunden haben. Einfach nur erstaunlich. Man stellen sich sowas mal in Deutschland vor! Gut, wird schwierig - schliesslich waren wir immer die “bad guys”.  –  Habe ich schon erwaehnt, dass es hier eine Eletronikmarktkette gibt, die sich “The Good Guys” nennt? Deren Werbung im Fernsehen ist einfach nur toll. Sie singen die ganze Zeit “We’re the good guys” nach einer bekannten 80er Melodie (die mir grad entfallen ist) und im Bild toelpeln sie durch den Laden und machen oefter mal was kaputt und haben Spass.

Ueberhaupt ist Fernsehwerbung hier komplett anders: Sehr viel regionaler, jeder Laden macht Werbung mit Adresse in Perth oder nem Vorort. Leider ist die Werbung dadurch oft auch extrem unproffessionell. Laut schreiende Menschen, grelle Farben, wirbelnde Sachen - schlimm. Und irgendwie lustig. Mich fasziniert sowas.

Sorrry - meine Gedanken wirbeln heute auch etwas, aber sowas muss ja auch mal sein. Ich weiss, ich muss noch den Exkursionsbericht von Borneo und den Tourbericht von letzter Woche schreiben. Kommt noch. Versprochen. Ich weiss nur noch nicht genau wann. Letzter auf jeden Fall noch vor Mittwoch.

Fuer morgen plane ich einen Strandtag. Mit dem Zug geht es 15 Minuten nach Cottlesloe an den dortigen Strand, der sowas wie der Stadtstrand ist und an dem es zur Zeit uebrigens Australiens groessten Sandfiguren-Wettbewerb gibt. Ich bin gespannt, was ich da morgen zu sehen bekomme.

Taschentuecher?

März 15th, 2009

Was zum Teufel ist so schwierig daran, das Prinzip eines Taschentuchs zu erfinden? Leider brauche ich nnaemlich momentan welche, weil ich mir auf der ersten Nacht der Tour eine Erkaeltung eingefangen habe -  es war doch sehr kalt nachts und ich hatte nur eine duenne Decke.

Habe die letzten Tage damit zugebracht, Taschentuecher zu finden -  sehr schwierige Sache. Schliesslich bin ich gestern endlich bei Woolworth fuending geworden. Es gibt genau eine Marke (Kleenex) und die haben 2 Sorten Taschentuecher: ein Pack mit 4 Paxkungen mit Aloe Vera -  oder Standard mit 6 Packungen. Nicht mit Billigtuechern von Schlecker im 24er Pack. Die Dinger haben dann auch noch einen unverschaemten Preis. 2,00 Euro fuer genau 36 Taschentuecher! Aber gut, wenn man die Dinger nicht selbst herstellt, sondern aus Italien importieren muss (die sind auch noch schlecht!).

Wieso gibte richtige tolle Taschentuecher nur in Deutschland und ein paar anderen europaischen Nationen? Wieso schlagen sich alle anderen Laender der Welt mit bloeden Kleenextuechern rum, die es nur in Hunderterpackungen gibt und die zu gross sind, um sie irgendwohin mitzunehmen? Ich verstehe es echt nicht. Taschentuecher sind so praktisch: Passen in jede Hosentasche, klein, halten aber alles aus, einfach nur praktisch. Kann das bitte mal jemand den englischsprechenden Nationen dieser Erde erklaeren? Danke.

Immerhin nicht so schlimm, wie in Malaysia. Da wurden einem Einzelpakete Taschentuecher auf der Strasse fuer 1 Ringit angeboten. Das war immerhin billig. Aber wer kauft den Tempopackungen einzeln?

Komische Welt!

Sorry, fuer den Tourbericht bleibt jetzt grad leider keine Zeit mehr - vielleicht heute Abend. Jetzt gehe ich erstmal raus an die Luft.

Gelesene Buecher V

März 15th, 2009

John Grisham - “The Broker”

Irgendwie hat es Grisham momentan mit Italien. In diesem Werk wird ein Lobbyist auf ungewoehnliche Weise zu fureh aus dem Gefaengnis entlassen und in Italien versteckt. Der CIA moechte dann herausfinden, wer ihn als erstes umbringt, um herauszufinden, fuer wen er wirklich gearbeitet hat.

Schones Buch, dass sich sehr gut lesen laesst, spannend bleibt und ein paar unerwartete Wendungen bereithaelt. Und natuerlich lange Beschreibungen Italiens und des italienischen Essens. Kann ich nur empfehlen.